/# lic netwOrk | loginclub How To "Ein Video mit integriertem Rat Server erstellen"

How To . . .

Normalerweise ist es nicht möglich eine Multimediadatei wie ein Video mit einer exe Datei so zu verbinden, dass beide Dateien ausführbar bleiben. Ich möchte hier nun in diesem Artikel eine Möglichkeit beschreiben wie man ein Video mit einer normalen exe Datei verbinden kann und das das Endresultat das Video sowohl auch die exe Datei in ihrer ausführbaren Form beinhaltet.

 

Um dies zu realisieren, muß man zunächst eine neue Dateiendung erstellen, die die gleichen Eigenschaften hat wie eine exe Datei. Eine Anleitung dazu findest du bei uns um HowTo Bereich. Hierbei ist zu beachten das man eine Dateiendung nimmt die so ähnlich aussieht wie die original Dateiendung einer Multimediadatei. In meinem Beispiel werde ich beschreiben wie man die Dateiendung *.avi verblüffend ähnlich aussehen lassen kann. Hierzu öffnet man die Zeichentabelle von Windows und wählt die Systemschriftart. Im Falle von WindowsXP ist es Tahoma. Nun sucht man nach einem Zeichen welches vom Aussehen her dem 'i' sehr ähnlich ist. Ich habe mich für den lateinischen Buschstaben l mit Diärese entschieden. (Tastenkombination: ALT+0239)

 

 

Abb. 1: zeigt die Tabelle mit dem makierten Zeichen

 

Um nun zu sehen wie sich dieses neue Zeichen als 'i' Zeichen eignet, kopiert man eine echte avi Datei in ein Verzeichnis und kopiert diese nochmals, sodass zwei Dateien vorhanden sind. Dann benennt man die Kopie so um das diese die gewünschte neue Dateiendung trägt. In meinem Beispiel so:

test.avï

 

 

Abb. 2: Vergleich zwischen echter *.avi Endung und neuer.

 

 

 

Abb. 3: Vergrößerung, um zu zeigen wie ähnlich sich die Endungen sind.

 

Nachdem man sich die geeignete neue Dateendung herausgesucht hat, muß man diese noch in der Registry registrieren. Dies kann man über eine *.reg Datei machen, wie ich es schon in dem Artikel zum erstellen neuer Dateiendungen beschrieben habe. Oder man benutzt das Program make ext generator von kcom.

Nun kommt der Abschnitt bei dem man den Server mit der Video Datei verbindet. Hierzu sollte man einen sehr guten Datei-Binder benutzen. Ich empfehle hier in diesem Fall den Binder YAB (ab Version 1.02) von fearless software. Nach dem Starten des YAB´s zeigt sich dem Benutzer eine äußerst benutzerfreundliche und übersichtliche Oberfläche.

 

 

Abb. 4: So sieht die Oberfläche von YAB aus.

 

Wenn man nun im Menü 'Command' auf 'Add Command...' geht, öffnet sich ein weiteres Fenster mit recht vielen Einstellungs- möglichkeiten. Oben bei 'Select command to add' sollte 'Bind File' stehen. Dann im Feld 'Source File path' wählt man über die Schaltfläche 'Browse' die gewünschte exe Datei aus. In meinem Beispiel ist es der Windowsrechner. Darunter befindet sich die Option 'Target Path'. Hier kann man den gewünschten Zielort eingeben, z.B. den Windows Ordner oder einfach nur das Root Verzeichnis (C:\).
Die Option 'Force path to exist' sollte man deaktivieren. Nun kann man noch der exe Datei gewisse Dateiattribute im Feld 'Creation Attributes' geben, also ob sie später versteckt werden soll oder ob sie zum Archiv gehören soll.

Bei 'Execution Method' kann man auswählen wie die Datei gestartet werden soll, es empfiehlt sich die Option 'Execute hidden and asynchronously' für eine Server Datei zu wählen. Bei dieser Option wird ohne zu warten die Datei unsichtbar gestartet. Dann kann man die gesammten Einstellungen mit 'Ok' bestättigen und das Fenster schließt sich. Nun befindet sich eine neue Zeile im Haupufenster von YAB.

Nun macht man das gleiche für die Videodatei. Nur hier sollte man foldende Einstellungen nehmen:
'Creation Attributes' -> hier nichts wählen
'Execution Method' -> 'Open with associated program' d.h. das Video wird mit dem Program geöffnet, welches auf dem Rechner für die Wiedergabe von Videos zuständig ist.

Nun geht man im Hauptfenster von YAB auf das Menü 'Tools' und wählt 'Change Icon...'.Es öffnet sich nun ein neues Fenster mit diversen Windows Icons. Hier sollte man sich das passende Icon für die falsche Videodatei auswählen, notfalls muß man das Icon später mit dem Resource Hacker entfernen und neu einbinden.
Desweiteren sollte man im Menü 'Options' die Option 'Melt Stub after execution' deaktivieren, so dass das Endresultat nicht einfach verschwindet nachdem man es ausgeführt hat. Sollte man einen recht unbekannten PE Packer zur Hand haben, so wähle man auch die Option 'Uncompressed Stub', um so einem möglichen Anti-Viren Programm die Möglichkeit zu nehmen den Server zu erkennen. Sollten alle Einstellungen vorgenommen worden sein, so kann man nun unter 'Tools' den Befehl 'Build...' auswählen und der Dateienverbund wird dann nach Abfrage nach dem Dateinamen erstellt.

Nun kann man statt der gewöhnlichen exe Dateiendung nun die neue Endung nehmen. Jedoch sollte man unbedingt diese wie schon oben erwähnt erst in der Registrierungsdatenbank registireren. Wenn man nun diese Datei ausführt, werden beide Dateien, Video sowie auch exe Datei, ausgeführt.